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Samsung Gear VR: Datenbrille ohne Kabel!

In die Welt der Virtual-Reality-Datenbrillen möchte auch Samsung mit der Gear VR vordringen. Das Gerät wird derzeit in Kooperation mit Oculus VR gebaut, welche in den vergangenen Monaten durch die auf den Namen Rift getaufte Brille auf sich aufmerksam machen konnten (und infolgedessen auch durch Facebook aufgekauft wurden).

Bei der Samsung Gear VR handelt es sich um ein Konkurrenzprodukt, was gegen Oculus Rift und auch Produkte wie Sonys Project Morpheus platziert wird. Wohlgemerkt handelt es sich bei Samsungs Produkt nicht um eine Brille, welche nur für das Anzeigen von Informationen verwendet wird. Stattdessen sieht der südkoreanische Konzern die Gear VR vor allem als Artikel der Unterhaltungsindustrie, auf welcher Filme und vor allem auch Spiele dargestellt werden sollen, die durch ein beeindruckendes Realitätsempfinden Käufer finden sollen.

Wie funktioniert die Samsung Gear VR?

Samsung Gear VR: Datenbrille der Zukunft

Samsung Gear VR: Datenbrille der Zukunft

Samsung setzt auf eine völlig andere Technik hinter der Datenbrille: Die Hardware steckt in der Gear VR nicht in der Brille selbst, wie es bei Sony und Oculus der Fall ist, sondern in einem Smartphone, welches seitlich in die Brille hineingeschoben wird und dessen Display dann auch für die Darstellung der Inhalte genutzt wird. Dies dürfte natürlich den Verkaufspreis des fertigen Produkts drastisch reduzieren, da viele Käufer bereits ein Samsung-Smartphone besitzen werden. Weiterhin umgeht das Unternehmen dadurch das Display-Problem: Hochauflösende Bildschirme sind in Premium-Smartphones keine Seltenheit, die derzeit aktuelle Variante der Gear VR löst bereits in sehr hohen 2.560 * 1.440 Pixel auf.

Auch kann die Samsung-Brille in Zukunft kabellos betrieben werden, was bei Oculus und Sony nicht der Fall ist. Diese müssen per Kabel an den PC oder die Konsole gesteckt werden, welche die Spiele überhaupt berechnen. Als Nachteil steht bei Samsung natürlich eine schwächere Hardwareleistung im Raum – und die Zukunft wird zeigen müssen, ob sich dies langfristig als ein Problem herausstellen könnte.

Samsung Gear VR ermöglicht Film- und Spielerlebnis

Samsung Gear VR

Samsung Gear VR mit hochwertigem Design

Der Vorteil dieser tragbaren Technologie ist insbesondere in der als Immersion bezeichneten Eigenschaft zu finden. Da der Träger der Datenbrille ausschließlich das vor ihm dargestellte Bild sieht, lenken ihn auch keine äußeren Einflüsse ab – ein Vorteil, der sowohl Filme als auch explizit Spiele durch ein so noch nicht dagewesenes Erlebnis bereichert. Eingabegeräte wie Maus und Tastatur, um in einem Spiel beispielsweise um eine Ecke zu schauen, sind nicht notwendig. Stattdessen neigt der Spieler dank des sogenannten Positional Trackings einfach seinen Kopf auf dieselbe Weise, wie er es auch in der Realität versuchen würde.

Samsung Gear VR bietet mehr als übliche Spielereien

Kai Diekmann mit Samung Gear VR

Kai Diekmann mit Gear VR

Berichten zufolge ist die Verwendung von Geräten wie Gear VR daher in keiner Weise mit herkömmlichen Spielen vergleichbar, die „Sogwirkung“ falle angeblich immens aus. Dies trifft, in kleinerem Rahmen, natürlich auch auf Filme zu. Ob die Kunden Datenbrillen wie die Gear VR annehmen werden, wird die Zeit zeigen müssen, aber die Zeichen stehen angesichts der vielversprechenden Technologie nicht schlecht.

Noch ist nicht abzusehen, wohin diese neue Wahrnehmung von Technologie führt. Sicher ist: Eine Datenbrille wie die Samsung Gear VR bietet mehr als die üblichen Spielereien, die im Moment auf dem Markt sind. Während es von Google Gerüchte gibt, dass die Entwickler weitweit Abstand von den Google Glasses nehmen, weil ein Geschäftsmodell schwerlich zu entwickeln ist, zeigt sich Samsung entschlossen zur Weiterentwicklung. Der Bild-Chefredakteur Kai Diekmann twitterte die neue Version aus Südkorea – siehe Foto.

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